Kieferorthopädie bei Kindern und Jugendlichen

Zähne und Kiefer von Kindern und Jugendlichen befinden sich in permanenter Entwicklung. Dabei gibt es besonders kritische Phasen, die die Weichen für eine weitere gesunde Entwicklung stellen. Im Alter von etwa 6 bis 13 Jahren findet der Zahnwechsel statt, das heißt, die Milchzähne fallen nach und nach aus und werden durch bleibende Zähne ersetzt. Der stärkste Wachstumsschub des Kiefers erfolgt im Alter von ca. 9 bis 13 Jahren. Man kann zwei kritische Entwicklungsphasen unterscheiden, zu deren Beginn Kontrollen durch den Kieferorthopäden sinnvoll und wichtig sind:

Kontrolle zu Beginn der ersten Phase des Zahnwechsels (ca. 6 bis 7 Jahre)

Eine wichtige Phase ist mit ca. 6 bis 7 Jahren erreicht, wenn die Milchzähne in der Front nach und nach ausfallen und neue, bleibende Frontzähne ihre Position einnehmen. Dabei kann es zu verschiedenen Problemen kommen: Manchmal fallen Milchzähne zu früh aus, manchmal kommen bleibende Zähne gar nicht oder sie stehen nicht am richtigen Platz; manchmal haben die bleibenden Zähne insgesamt zu wenig Platz oder die Zähne stehen schief. Ein recht häufiges Problem ist der sog. Kopfbiss, bei dem die Schneidekanten der Frontzähne aufeinander stehen. Beim Kauen stoßen die Schneidezähne aufeinander und tragen Beschädigungen davon. In all diesen Fällen ist eine frühzeitige kieferorthopädische Behandlung wichtig, weil Korrekturen in diesem Alter noch viel leichter möglich sind. Eine frühzeitige Behandlung kann die Dauer einer Behandlung im späteren Alter deutlich reduzieren; in einigen Fällen kann eine spätere Therapie mit einer festen Zahnspange gänzlich abgewendet werden.

Kontrolle zu Beginn der zweiten Phase des Zahnwechsels (ca. 9 bis 13 Jahre)

Mit ca. 9 Jahren beginnt der Zahnwechsel im Seitenzahnbereich, der mit etwa 13 Jahren abgeschlossen ist. Nachzügler sind die „Weisheitszähne“, die zwischen dem 16. und 20. Lebenjahr erscheinen (bei einigen sind Weisheitszähne jedoch gar nicht angelegt). Auch der Kiefer erreicht im Alter von ca. 9 bis 13 Jahren sein Wachstumsmaximum.
Der Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung liegt meistens am Anfang dieser Phase, da der Kieferorthopäde die Durchbruchskräfte der bleibenden Zähne und das Kieferwachstum „ausnutzt“ um Fehlentwicklungen schonend und gezielt regulieren zu können. Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien werden in dieser Phase fast immer mit herausnehmbaren Zahnspangen behandelt. Größer Zahnfehlstellungen werden nach dem Durchbruch der meisten bleibenden Zähne mit festsitzenden Zahnspangen behandelt.
Wenn Sie bei Ihrem Kind zu Beginn dieser Phasen Auffälligkeiten feststellen, ist eine Kontrolle durch den Kieferorthopäden also absolut sinnvoll und wichtig.

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